
Westhavelländer vom 14.12.2011
Wirtschaft:
Mit neuen Produkten zur Opti
Fünf Rathenower Firmen präsentieren sich im Januar auf der größten deutschen Augenoptik-Fachmesse in München
RATHENOW - 38 Firmen und Bildungseinrichtungen der Augenoptik-Branche gehören derzeit zum Netzwerk „OABB optic alliance brandenburg berlin e.V.“, das die Kompetenzen seiner Mitglieder bündeln und Innovationen fördern will. Ein Baustein der Arbeit des Netzwerks ist die alljährliche Teilnahme an der Opti in München, der wichtigsten Augenoptik-Fachmesse in Deutschland. Wie in vielen Jahren zuvor präsentieren sich auch im Januar 2012 wieder einige Mitglieder des Netzwerks mit einem Gemeinschaftsstand auf der Opti. Erstmals haben die Unternehmen im Optik-Industrie-Museum des Kulturzentrums die wichtigsten Neuheiten vorgestellt, die sie in München präsentieren wollen.
Die Firma
Obrira - Low Vision Rathenow möchte
dort mit der Lupenbrille RN 420 überzeugen, ihrer neusten
Entwicklung im Bereich der vergrößernden Sehhilfen für
medizinisch - technische Anwendungen. Begründet durch
veränderte berufliche Anforderungen, erklärte
Geschäftsführer André Schwolow, sei der Arbeitsabstand
dieser Brille von vormals 250 bis 280 mm auf nun 420 mm
vergrößert worden. Vergrößert wurde auch der Bildausschnitt
von 50 auf 90 mm, hervorzuheben sei die extrem hohe
Tiefenschärfe, die bei zirka 100 mm liege. Die Lupenbrille
hat außerdem verbesserte, verstellbare Bügel erhalten, eine
neue, auswechselbare Nasenauflage und wird komplettiert
durch eine neue LED-Leuchte (LED=Leuchtdiode), die dimmbar
ist und mit einem Akku über acht Stunden leuchten kann.
André Schwolow (Gf. Fa. Obrira) mit Lupenbrille "RN 420"
Foto: Rietschel
Die Firma Optoconsult will im München vor allem mit ihrer
neuen Brillenkollektion punkten, die den Namen „RN pep“
trägt. Wie Geschäftsführer Peter Poschmann sagte, ist diese
Kollektion eine Schöpfung, die komplett aus Rathenow stammt.
Design, Vertrieb und Produktion seien hier angesiedelt. „Es
gibt wieder eine eigenständige Brillenkollektion aus
Rathenow“, sagte Peter Poschmann. Das Material
Celluloseacetat sei schon zu einer Art Kleinkunst geworden:
Das Licht greife in die Tiefe des Materials ein, lasse
Farbschichten durchscheinen und eingearbeitete Partikel
aufleuchten.
Die Firma Optotec, die ein Vollausstatter für augenoptische Werkstätten ist, will auf der Opti vor allem mit seinem neuen Brillenglas-Randschleifautomaten „Takubomatic E-1000“ für Aufmerksamkeit sorgen. Wie Geschäftsführer Joachim Mertens sagte, soll der Automat das Highlight der Firma auf der Opti sein. Er schleife schneller als seine Vorgänger, verfüge über höhere Speicherkapazität und der Optiker könne die gewünschte Glasform auf sehr einfache Weise eingeben.
Die Firma Solira, die das komplette Programm an Sonderlinsen anbietet und ein Spezialist für hohe Dioptriebereiche (Stärken) ist, wird in München seine Produkte „Allround Addition“ und „Allround Afokal“ in den Vordergrund stellen. Wie Firmenvertreter Stefan Will sagte, können beim System Allround Addition eines oder mehrere Nahteilsegmente an beliebigen Stellen des Brillenglases platziert werden. Die Nahteilsegmente können in Form und Größe individuell gestaltet werden. Beim Produkt Allround Afokal wird ein afokales (brennpunktloses) kleines System in die große Linse eingesetzt, das dem fehlsichtigen Kunden eine erweiterte Fernsicht ermöglicht.
Für die Firma Poschmann Design wies Geschäftsführer Peter Poschmann darauf hin, dass das Unternehmen seit nunmehr 20 Jahren Fachgeschäfte für Augenoptiker und Hörakustiker konzipiert und realisiert. „Die Kompetenz des Optikers“, sagte er, „seine Spezialisierungen und Besonderheiten werden zum Kernprodukt.“ Eine effiziente Raumnutzung und die Alleinstellungsmerkmale des Optikers stünden im Mittelpunkt der Planungen. Auf der Opti in München will Peter Posch-mann die Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt stellen und hierbei die Bedeutung der LED-Technik für Beleuchtungskonzepte erklären. (Von Bernd Geske)

